FRFrançais – Intersexuation et transidentité

Intersexuation

Une personne est intersexe quand elle a des caractéristiques physiques qui ne sont pas toutes clairement masculines (homme) ou féminines (femme). Les caractères sexuels visibles – comme les organes génitaux – ne sont pas les seuls attributs masculins ou féminins. Certaines caractéristiques sont internes (à l’intérieur du corps), comme les gènes et les hormones. Certaines personnes sont intersexes dès leur naissance. Pour d’autres, l’intersexuation se déclare pendant l’enfance ou à la puberté. Depuis 2019, il est possible en Allemagne d’indiquer la mention « divers » dans l’acte de naissance et d’autres documents officiels si l’individu n’est pas explicitement de sexe masculin ou féminin.

Transidentité

Les personnes transgenres ont des caractéristiques physiques clairement masculines (homme) ou féminines (femme). Mais elles se sentent étrangères dans leur corps et ont le sentiment qu’elles appartiennent à l’autre sexe. Par exemple, elles ont un corps d’homme mais se sentent femme. Ou elles ont un corps de femme mais se sentent homme. Souvent, les personnes concernées souffrent de cette contradiction et souhaitent ainsi adapter leur corps pour qu’il corresponde au sexe auquel elles se sentent appartenir. Elles se font alors opérer ou prennent des hormones. Elles peuvent ainsi transformer leur corps. Beaucoup d’entre elles demandent aussi un changement de prénom et font modifier leurs papiers (leur carte d’identité, par exemple). Une fois dans le « bon » corps, elles se sentent alors à l’aise.

Situation juridique en Allemagne

En Allemagne, les femmes, les hommes, les personnes transgenres et intersexes ont les mêmes droits. Personne ne peut être pénalisé (discriminé) ou traité de manière inégale en raison de son sexe. Une loi sur l’égalité de traitement entre les personnes existe à cet effet ("Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz", en abrégé "AGG").

DEDeutsch – Transidentität und Intergeschlechtlichkeit

Intergeschlechtlichkeit

Manche Menschen haben körperliche Geschlechtsmerkmale, die nicht eindeutig männlich oder weiblich sind. Diese Menschen werden intergeschlechtlich genannt.

Das kann die Anatomie, Genetik, Chromosomen oder Hormone betreffen.

Bei manchen Menschen wird dies bei der Geburt festgestellt, bei anderen erst später.

Intergeschlechtlichkeit ist eine natürliche Variation des menschlichen Körpers.

Intergeschlechtlichkeit ist keine Krankheit.

Beratung

Intergeschlechtliche Menschen und ihre Eltern und Angehörigen können sich beraten lassen:

InterAction Schweiz

Trans sein

Trans und nicht-binäre Menschen werden bei der Geburt einem Geschlecht zugeordnet, welches nicht oder nur teilweise ihrer Geschlechtsidentität entspricht. Menschen, deren Geschlechtsidentität mit dem Geschlecht übereinstimmt, dem sie bei der Geburt zugeordnet wurden, sind cis.

Manche trans Menschen sind Frauen, manche Männer und manche sind nicht-binär. Ihre Geschlechtsidentität liegt nicht ausschliesslich in den binären Kategorien von Mann oder Frau. Die Geschlechtsidentität sieht man einer Person nicht an.

Begriffe, die ebenfalls dafür verwendet werden, sind z.B. «Transgender» oder «Transidentität». Das Wort «transsexuell» ist veraltet und wird nicht mehr verwendet. Trans sein ist keine Krankheit.

Trans ist nicht zu verwechseln mit Travestie oder Drag, wo es um die Darstellung einer Bühnenrolle im anderen Geschlecht geht. Dies hat mit der persönlichen Geschlechtsidentität nichts zu tun, sondern ist eine gesellschaftskritische Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen.

Transition

Manche trans Menschen machen eine Transition. Sie können sich zum Beispiel:

  • Bei ihrem sozialen Umfeld outen
  • Einen neuen Namen und neue Pronomen verwenden
  • Den Namen und/oder das Geschlecht in amtlichen Dokumenten ändern lassen
  • Eine Hormontherapie machen
  • Verschieden Operationen in Anspruch nehmen

Es gibt keinen richtig oder falschen Weg trans zu sein. Jede trans Person findet ihren ganz eigenen Weg. 

Trans Menschen unterstützen

Auch wenn die Diskriminierung von trans Menschen abgenommen hat, werden sie immer noch in fast allen Lebensbereichen diskriminiert.

Die grösste Unterstützung, die Sie trans Menschen in Ihrem Umfeld bieten können, ist, sie mit dem richtigen Namen und den richtigen Pronomen anzusprechen und sie so zu nehmen, wie sie sind. Trans Menschen sind ganze Menschen mit vielen Facetten. Je besser Sie sich selbst informieren, desto besser können Sie ein:e Verbündete:r von trans Menschen sein. Mehr Informationen finden Sie zum Beispiel beim Transgender Network Switzerland.

Trans und sexuelle Gesundheit

Trans-Sein bezieht sich ausschliesslich auf die Geschlechtsidentität. Ein trans Mensch kann jede sexuelle Orientierung haben. Manchmal ändert sich die sexuelle Orientierung und/oder sexuelle Präferenzen im Laufe einer Transition.

Trans-Sein ist etwas Tolles. Trotzdem können Diskriminierung und Stigma einen negativen Effekt auf die Sexualität und die Gesundheit von trans Personen haben. Die Aids-Hilfe Schweiz setzt sich mit ihrer Tätigkeit für die Gleichstellung von trans Personen ein.

Informationen zur sexuellen Gesundheit von trans Menschen finden Sie auf drgay.ch.

Unterstützung für trans Menschen

Trans Menschen können bei den Checkpoints Beratung und Testing in Anspruch nehmen.

Trans Menschen in der Schweiz finden beim Transgender Network Switzerland neben Informationen und Empfehlungen auch individuelle Beratung.

Trans Menschen in finanziellen Notlagen können sich beim Trans Safety Emergency Fund melden.

Gleiche Rechte für alle Geschlechter

In der Schweiz haben alle Menschen die gleichen Rechte.

Niemand darf benachteiligt werden, weil die Person eine Frau, ein Mann, trans oder intergeschlechtlich ist.

Niemand darf wegen des Geschlechts, der Geschlechtsidentität oder der sexuellen Orientierung diskriminiert werden.

Wenn Sie Diskriminierung erleben, können Sie Unterstützung bei einer Beratungsstelle erhalten.